20. Juli 2010
Seit die Marketing-Experten entdeckt haben, dass man Events auch online durchführen kann, boomen die “Webinare”, “Webkonferenzen” und wie immer sie auch genannt werden. Neueste Idee: smeeting. An verschiedenen Ecken des Internets wird versucht Transparenz in das Angebot zu bringen indem die Begriffe definiert werden (habe ich auch schon versucht). Aber die Kreativität der Anbieter bei der Schaffung neuer Bezeichnungen ist sehr groß und die Begriffe schiessen wie Pilze aus dem Boden.

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sich auch bei den Online-Sessions * die Normalität einstellt, sprich wir von Marketing-Auswüchsen verschont werden.
Doch wie kann das Angebot transparenter gemacht werden?
Im Jahre 2006 wurde die PAS 1068 veröffentlicht. Diese PAS beschreibt, wie Bildungsangebote zu beschreiben sind, so dass ein Interessent sich ein klares Bild machen kann, was ihn und sie erwartet. Da darüber alle möglichen Bildungsangebote beschrieben werden können, ist die Liste der Kategorien trotz der Bestrebungen zur Vereinfachung recht lang. Ich habe diese durchforstet und auf 10 Punkte eingedampft, die einer transparenten Beschreibung von einzelnen Online-Sessions dienen sollen:
- Name / Titel: Name / Titel der Session
- Kurzbeschreibung: Thema, Inhaltsangabe,
- (Lern)Ziel: angestrebte Fertigkeiten und Fähigkeiten
- Zielgruppe: Für wen ist dieses Angebot gedacht
- Anzahl der Teilnehmer: Erwartete Teilnehmer, Minimum, Maximum
- Dauer: Bei einzelnen Sessions die Dauer, ansonsten die aufzuwendende Lernzeit
- Überwiegende Methoden: Vortrag, Präsentation, Gruppenarbeit, Selbstlernen, Fallstudie, Experiment, Planspiel
- Kommunikation: VOIP und/oder Telefonkonferenz, öffentlicher Textchat oder verdeckte Fragen + Antworten
- Voraussetzungen und Vorkenntnisse: Formale Voraussetzungen, Fachliche Voraussetzungen, computerspez. Vorkenntnisse, Vorkenntnisse aus anderen Wissensgebieten, die zur erfolgreichen Teilnahme notwendig sind
- Technische Voraussetzungen: Betriebssystem, Browser, Headset, …
Neben diesen Angaben zur Art der Session gehören selbstverständlich der Name des Anbieters, die Redner, Moderatoren etc. sowie die Kosten und die Erreichbarkeit des technischen Supports zu den Minimalangaben.
Empfehlenswerterweise sind alle relevanten Angaben, die die PAS vorsieht anzugeben. Wobei es nachvollziehbar ist, dass bei kostenlosen Angeboten, der Aufwand recht hoch ist, aber die Minimalangaben sollten schon den Interessenten helfen sich besser zu orientieren. Sind diese genannten Angaben gemacht, ist es egal, wie das Angebot benannt wird: Webinar, Webkonferenz, smeeting oder was immer noch kreiert wird.
* Online-Sessions: Oberbegriff für Alle Events, die Live + Online durchgeführt werden.
1. Juli 2010
vonhin das Auge blickt (nun ja, vielleicht nicht jedes
ich würde auch lieber meine Augen aufs Meer schauen lassen), aber hier im internet werden an den unterschiedlichsten Stellen im Wen Tipps für Weninare und Online-Tranings gegeben. Auf “Live + Online” habe ich einige zusammengefasst.
Schwierig wird es nur die Tweets übersichtlich einzuordnen. Denn bei der kurzen Sichtbarkeit ist es schade, dise im allemeinen Gezwitschere untergehen zu lassen.
Interessantes zu Live-Online-Lernen gint es auch hier:
Virtuelle Räume – Lernräume der Zukunft
7. Juni 2010
Angeregt durch 2 SL-Sessions an denen ich neulich teilnahm und den WissensWert Blog Carnival “Wie entwickeln sich virtuelle Welten?” untersuche ich meine Second Life Erfahrungen und die daraus resultierende Einstellung.
Warum sträube ich mich gegen Second Life, wo es doch so anschauliche Beispiele gibt:
- ein Rollenspiel zum Erlernen einer neuen Sprache
- ein Brainstorming zur Entwicklung eines neuen Gerätes/Verfahrens
- die Funktionsweise einer techn. Anlage erläutern
- und vieles mehr (siehe auch den schönen Text von Andreas Mertens im Wissenswert-Blog)
Für diese und weitere Beispiele ist SL bei der richtigen Ausstattung (= der Gestaltung und der Programmierung der Umgebung) hervorragend geeignet. Vorausgesetzt, die Mitwirkenden sind mit SL vertraut, Teilnehmer und Referenten und Hilfskräfte. Vieles ergibt sich intuitiv, anderes ist gewöhnungsbedürftig oder muss richtig trainiert werden.
Ich nehme immer mal wieder an Veranstaltungen in SL teil und ich muss leider dazu sagen, dass mich noch nichts davon so richtig für SL begeistern konnte. Es mag ja ein netter Effekt sein, dass man von einer Lobby mit dem Fahrstuhl zum Meetingraum fahren kann, aber was ist der Vorteil davon?
Ich will damit ausdrücken, dass vieles in SL noch nicht zielführend genutzt wird. Je nach Thema, ist heute eine Session im VC effizienter als in SL, von Meetings mal ganz abgesehen.
Was stört mich bei SL:
-
die Avatre und ihre Namen. Es geschieht immer mal wieder, dass man eine aus dem realen Leben bekannte Person trifft. Was nun tun? spreche ich sie oder ihn mit dem Avatarnamen an? Ist höchst “komisch”. Spreche ich sie/ihn mit den richtigen Namen an, irritiert dies die anderen und diese fühlen sich ausgegrenzt. Blöde Situation!
- die Avatare im allgemeinen. Neulich saß einer mit einem Surfbrett unterm Arm in der Reihe vor mir und versperrt mir den Blick auf die Leinwand – na ja, ich kann den Blickwinkel verändern oder mich woanders hinsetzen. Aber auf solche Situationen kann ich verzichten, die stören schon im realen Leben
- die schon im realen Leben langweiligen Bulletpoint-PowerPoint-Vorträge
- ständig neue Updates
Aber das Alles kann ja geändert werden. Der Viewer 2.0 bietet schöne Möglichkeiten zur Nutzung des Internet, für Whiteboards etc. Das bedeutet nun aber auch, dass sich die Referenten bitte darauf einstellen müssen und die Interaktivität einbringen.
Es wäre schon einmal sehr interessant eine interaktive Session in SL zu konzipieren und durchzuführen. Ich denke darüber nach!
20. Mai 2010
Neue Termine zum Schnuppern, Informieren und Diskutieren
Im Juni/Juli biete ich eine Reihe von kostenlosen Online-Sessions (Webinare) zu Themen des Live-Online-Lernens an.
- Begonnen wird die Reihe mit einer Diskussion über Begrifflichkeiten, unterschiedliche Veranstaltungsformen, Einschränkungen und Herausforderungen.
- In der Session “Online-Training – interaktiv” können Sie ein spannendes Online-Training mitmachen. Es werden Sequenzen aus verschiedenen Themenbereichen umgesetzt.
- Dann widmen wir uns den Online-Großveranstaltungen. Müssen Teilnehmer in einer Session mit 200 Teilnehmern wirklich zum Zuhören verdammt werden, oder geht das auch anders? Hier freue ich mich auf die Gastreferentin Katja Bett.
- Den Abschluss bildet eine Session, in der untersucht wird, auf welche Kriterien bei der Auswahl eines Systems geachtet werden sollte.
17.06.10, 16:00 Uhr: Webkonferenz, Webinar oder Online-Training?
01.07.10, 16:00 Uhr: Online-Training – interaktiv!
15.07.10, 16:00 Uhr: Interaktive Sessions mit 200 Teilnehmen – geht das denn?
29.07.10, 16:00 Uhr: Welches System für Webinar oder Live-Online-Training?
Alle Veranstaltungen werden mit der neuesten Version von SabaCentra durchgeführt. Es stehen alternative Zugangsmöglichkeiten zur Verfügung (Web-Client oder Desktop-Client) und Sie können natürlich per Windows-System, Apple oder Linux teilnehmen. Die Teilnahme per iPhone ist mittels einer App auch möglich, aber leider hat die Telekom das Voice-Over-IP gesperrt.
Hier können Sie sich anmelden
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!